Twill bezeichnet keine Faser, sondern eine Webart, die sogenannte Köperbindung. Dabei läuft der Schussfaden versetzt über und unter die Kettfäden, wodurch sich eine feine, diagonale Linie auf der Stoffoberfläche bildet. Diese Bindungsart macht das Gewebe dichter und stabiler als eine einfache Leinwandbindung und verleiht ihm einen dezenten Glanz.
Beim Hemdenkauf erkennst du Twill an der sichtbaren Gratlinie und einem angenehm weichen, aber festen Griff. Der Stoff knittert weniger stark als glatte Gewebe und fällt körpernah, weshalb er häufig für Business- und Freizeithemden verwendet wird. Wegen der etwas dickeren Struktur eignet sich Twill besonders für kühlere Jahreszeiten und für Träger, die einen Hauch Textur statt einer ganz glatten Fläche bevorzugen.
Eine verwandte, aber deutlicher gemusterte Variante der Köperbindung ist der Fischgrat, während glatt gewebte Alternativen wie Popeline einen kühleren, matteren Eindruck machen. Welcher Stoff zu welchem Anlass passt, erklärt der Ratgeber Businesshemd im Detail.
